Über
das Buch: 'Geheimversteck Hotel Atlantic'
Seiner
Mutter ähnlich ......
Noch
immer hatten wir niemanden gefunden, der Ronny sagen
konnte: 'Du siehst
es richtig, dieser Junge ist tatsächlich Willy.' Bis Frau Harteveld anrief: "Ich
arbeitete im Haushalt der Familie van Biene bevor Willys Vater starb. Ich las
ihren Aufruf in der Zeitung."
Frau
Harteveld war schon 83 Jahre alt. Trotzdem konnte sie
mir genau
erzählen, wie es für sie war, als Dienstmädchen bei der Familie
van
Biene zu arbeiten: "Solche liebe Menschen. Ich aß mit ihnen am Tisch,
nicht in
der Küche, wie es damals üblich war. Willys Vater hatte einen neuen
Beruf: Fachmann für Werbung. Und er hatte sein Büro zu Hause. Sie
hatten prächtige Möbel, die musste Frau van Biene verkaufen, als
ihr Mann so früh starb.
Sie musste umziehen und konnte mich auch nicht mehr bezahlen. Ich vermisste
Willy, er war ein ganz besonderer Bub. Wir mochten einander sehr, und er
liebte auch seinen Hund. Den Bub habe ich nie vergessen können."
"Gut,
dass Sie die Geschichte über 'Geheimversteck Hotel
Atlantic' schreiben",
sagte Frau Harteveld zu mir. "Denn es geht um Hass und was daraus
werden kann. Armer Willy. Und es fängt schon wieder an, schau 'mal das
Fernsehen
an. Vor dem Krieg fingen die Leute an, genauso zu reden und zu denken wie
heute. Derjenige mit der größten Klappe gewann. Es hieß, dass
manche
Leute minderwertig seien. Die hassten sie aus reinem Neid. Weil die
Zeiten schlecht waren."
"Erkennen
Sie Willy wieder?", fragte ich.
"Nein,
er war fünf Jahre alt, als ich ihn zum letzten Ma l
sah. Aber der Bub, den
ihr Mann auf dem Bild anzeigt, gleicht haargenau Frau van Biene. Wie zwei
Tropfen Wasser einander gleichen!"
Unsere
Suche ist zu Ende. Mein Buch 'Geheimversteck Hotel
Atlantic' ist ein kleines Mahnmal. Für Willy und
alle jene Kinder, die von der Schule nach Hause gingen
und danach nie mehr gesehen wurden...
|